Menschen an Tischen und unter Sonnenschirmen vor unserer Skihütte

Seit 1954 in Bewegung

Unsere Vereinsgeschichte

Aus einer Idee im Gasthaus Schönbüch wurde eine lebendige Vereinsgemeinschaft. Entdecken Sie die prägenden Stationen und Menschen des Skiclub Sasbachwalden.

Meilensteine

Von der Gründung bis zur Nachwuchsarbeit

Die wichtigsten Stationen aus über 70 Jahren Vereinsgeschichte.

  1. 1954

    Die Idee und die Gründung

    Am 9. Oktober 1954 saßen Wirt Max Ruh, Erich Rösch, Hans Degen und Nikolaus, genannt Klaus, Müller im Gasthaus Schönbüch zusammen. Weil ein schweres Gewitter ihren Aufenthalt verlängerte, kam die Idee auf, den Wintersport in Sasbachwalden endlich in einem eigenen Verein zu organisieren.

    Erich Rösch warb mit selbst angefertigten Plakaten für die erste Versammlung am 23. Oktober. Unter den 20 Anwesenden wurde Hubert Zink zum ersten Vorsitzenden gewählt. Nach einer weiteren Gründungsversammlung am 20. November zählte der junge Ski-Club 38 Gründungsmitglieder.

  2. 1954/55

    Der erste Winter

    Fünf geplante Skitouren mussten zunächst wegen Schneemangels ausfallen. Ausgerechnet während eines Unterhaltungsabends mit dem Ski-Club Pirmasens am 12. Februar 1955 begann es kräftig zu schneien. Danach herrschten etwa vier Wochen lang gute Bedingungen.

    Am 13. März 1955 richtete der Verein seine ersten Meisterschaften aus: einen Torlauf am Ochsenstall und einen Abfahrtslauf über Frauenweg und Horngass. Ein wichtiges Ziel war von Beginn an, möglichst vielen Kindern das Skifahren beizubringen.

  3. 1957

    Erster überregionaler Erfolg

    Gemeinsame Skitouren und Wettkämpfe prägten die ersten Jahre. 1957 gewann der Skiclub den bundesweiten Tourenwettbewerb in der Klasse D.

    Auch im nordischen Bereich waren Vereinsmitglieder aktiv. Waldemar Zink und Gottfried Decker starteten bei Bezirksmeisterschaften.

  4. 1959–1963

    Nachwuchsarbeit nimmt Fahrt auf

    Albrecht Rösch besuchte 1959 einen Übungsleiterkurs. 1960/61 folgten Siegfried Bohnert und Hans Heitzmann. Damit konnte die sportliche Ausbildung im Verein gezielt ausgebaut werden.

    Im Winter 1962/63 fanden die ersten Kinder-Skikurse statt. Sie wurden zu einem dauerhaften Kernangebot und legten den Grundstein für die spätere DSV-Ski- und Snowboardschule.

  5. 1964

    Die Brünneleschanze

    Die Mitglieder bauten auf der Schönbüch die Brünneleschanze. Das Projekt zeigte schon früh, wie viel mit gemeinsamer ehrenamtlicher Arbeit möglich war.

    Am 22. November 1964 wurde die Schanze mit einem Mannschaftsspringen eingeweiht. Sasbachwalden erreichte unter neun Mannschaften den fünften Platz.

  6. 1960er+

    Rund ums Brigittenschloß

    Mit den sportlichen Erfolgen übernahm der Verein auch Verantwortung als Ausrichter. Der zunächst bezirksoffene Langlauf „Rund ums Brigittenschloß“ wurde später als Brigittenschloßlanglauf verbandsoffen ausgeschrieben.

    Bei einzelnen Austragungen gingen rund 230 Teilnehmende an den Start. Organisation, Streckenpräparation und Betreuung waren nur durch viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer möglich.

  7. 1966–1969

    Eine eigene Hütte am Ochsenstall

    Am 6. August 1966 begann der Bau der Skihütte. Die Gemeinde Sasbachwalden stellte den Bauplatz und das Bauholz bereit. Siegfried Bohnert wird als Hauptinitiator, Handwerker und Organisator besonders hervorgehoben.

    Der Rohbau diente im Winter 1967/68 bereits als Unterstand. Am 19. November 1969 weihte Pfarrer Zimmermann die fertige Hütte feierlich ein. Später wurde sie wegen der wachsenden Mitgliederzahl auf mehr als die doppelte Größe erweitert.

  8. 1972–1979

    Sportliche Erfolge und 25 Jahre Verein

    Bernd Huber errang 1972 einen Biathlon-Europameistertitel und wurde zum wohl erfolgreichsten Wettkampfsportler des Vereins. Hinzu kamen zahlreiche gute Platzierungen und Meistertitel im Nachwuchs- und Juniorenbereich.

    Vom 10. bis 13. August 1979 feierte der Skiclub sein 25-jähriges Bestehen mit einem Sommerfest beim Winzerkeller. Gründungsmitglieder und langjährig Engagierte erhielten Ehrungen des Vereins und des Skiverbands Schwarzwald.

  9. 1988–1992

    Erfolge in Nordisch und Alpin

    Michael Decker wurde 1988 Baden-Württembergischer Jugendmeister in der Nordischen Kombination und nahm erfolgreich an Deutschen Jugendmeisterschaften teil.

    Im selben Jahr gewann Ralf Köninger den Baden-Württemberg-Titel im Slalom und wurde Vizemeister im Riesenslalom. 1992 folgte der Sieg bei den Schwarzwaldmeisterschaften im Slalom.

  10. 1990er

    Hütte und Skifreizeiten entwickeln sich weiter

    Vom 28. Februar bis 3. März 1990 führte die erste organisierte Skifreizeit nach Grindelwald. Wegen der großen Resonanz folgten regelmäßig Fahrten an den Flumserberg und nach Verbier.

    Ebenfalls 1990 erhielt die Hütte einen Holzschopf und einen Stromanschluss. Zuvor hatte seit 1968 eine Gasbeleuchtung für Licht gesorgt.

  11. 1999

    Sturm Lothar beschädigt die Skihütte

    Am zweiten Weihnachtsfeiertag 1999 traf der Sturm Lothar die Skihütte schwer. Besonders das Dach wurde stark beschädigt und musste umfassend erneuert werden.

    Die Kosten lagen bei rund 25.000 DM und wurden weitgehend von der Gebäudeversicherung getragen. Erneut waren Organisation und Zusammenhalt gefragt, um den wichtigen Vereinsort zu erhalten.

  12. 2004

    Jugendarbeit als Zukunft des Vereins

    Ein Bericht vom 11. März 2004 unter der Überschrift „SCS-Jugend räumte kräftig ab“ nennt zahlreiche erste, zweite und dritte Plätze. Er steht beispielhaft für die kontinuierliche Nachwuchsarbeit.

    Die Bilanz ist klar: Sportliche Erfolge sind wichtig, doch vor allem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sichert die Zukunft des Vereins.

Menschen des Vereins

Wichtige Mitglieder

Sportliche Leistung, langjährige Verantwortung und außergewöhnlicher ehrenamtlicher Einsatz haben die Geschichte des Skiclubs geprägt.

Prägender Gestalter

Siegfried Bohnert

Initiator und Organisator des Hüttenbaus, früher Skischulleiter und von 1967 bis 1983 erster Vorsitzender.

Erfolgreicher Biathlet

Bernd Huber

1972 Biathlon-Europameister sowie mehrfach bei Jugend-, Junioren- und Landesmeisterschaften erfolgreich.

Sportler und Vorsitzender

Michael Decker

1988 Baden-Württembergischer Jugendmeister in der Nordischen Kombination; ab 1993 erster Vorsitzender.

Erfolgreicher Alpinrennfahrer

Ralf Köninger

1988 Baden-Württemberg-Meister im Slalom und 1992 Schwarzwaldmeister im Slalom.

Gründungsvorsitzender

Hubert Zink

Erster Vorsitzender des 1954 gegründeten Ski-Clubs und späteres Ehrenmitglied.

Ehrenmitglieder

Albert Jülg & Bernhard Zeferer

Wie Hubert Zink sind beide Ehrenmitglieder des Vereins; Albert Jülg gehörte zudem der ersten Vorstandschaft an.

Pioniere der Ausbildung

Albrecht Rösch & Hans Heitzmann

Sie gehörten zu den frühen ausgebildeten Übungsleitern und schufen gemeinsam mit Siegfried Bohnert die Grundlage der Nachwuchsarbeit.

Prägende Skischulleiter

H.-E. Meyer zu Schwabedissen, Franz Doll, Martin Bauer & Martin Zimmer

Als Skischulleiter und Ausbilder haben sie die Ski- und Snowboardschule mit aufgebaut.

Frühe nordische Sportler

Waldemar Zink & Gottfried Decker

Beide gingen für den Verein bei nordischen Bezirksmeisterschaften an den Start.

Vorstände im Lauf der Zeit

Erste Vorstandschaft 1954

1. Vorsitzender
Hubert Zink
2. Vorsitzender
Josef Roteli
Kassier
Albert Jülg
Schriftführer
Klaus Müller
1. Sportwart
Bertl Lehmann
2. Sportwart
Oskar Rösch
Gerätewart
Mathias Krauß

1. Vorsitzende

1954–1965
Hubert Zink
1965–1967
Ewald Zeferer
1967–1983
Siegfried Bohnert
1983–1993
Erich Heitzmann
ab 1993
Michael Decker

2. Vorsitzende

1954–1956
Josef Roteli
1956–1962
Hans Fallert
1962–1964
Fritz Klumpp
1964–1965
Ewald Zeferer
1965–1967
Siegfried Bohnert
1967–1989
Hermann Decker
ab 1989
Georg Bohnert